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Verlag für Software, EDV- und Regionalliteratur
Dörner-Medien-Verlag
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Winfried Dörner
Die Südharz-Eisenbahn

Eine Region und ihre Eisenbahn 428 Seiten, ca. 550 s/w- und Farb-Abbildungen,
Pläne und FaksimilesFormat:   210 x 297 mm, gebunden
 Clausthal-Zellerfeld: Papierflieger 2007
ISBN:   978-3-89720-929-9


(wh) Die Südharz-Eisenbahn (SHE) von Walkenried nach Braunlage beziehungsweise Tanne war die einzige
Schmalspurbahn im Westharz. In Walkenried bestand Anschluss an die Staatsbahn Northeim – Nordhausen und v
or dem Zweiten Weltkrieg in Sorge an das Netz der Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn (NWE) sowie in Tanne
an die Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn (HBE). Es gab sogar Kurswagen der SHE zum Brocken.
Das dürfte für Schmalspurbahnen einmalig gewesen sein. Die SHE war die erste Schmalspurbahn, die erfolgreich
einen Eigenbau-VT einsetzte, um den Betrieb zu rationalisieren. Später wurde auch noch ein moderner vierachsiger
MAN-Schienenbus für die Schmalspurbahn beschafft, der auf der zweiachsigen Normalspur-Ausführung basierte.
Dieser befindet sich heute bei der Härtsfeld-Museumsbahn und wartet auf seine Aufarbeitung.

Der SHE ging es nach dem Krieg wie fast allen Schmalspur- beziehungsweise vielen Privatbahnen:
Durch den zunehmenden Individualverkehr und die niedrige Geschwindigkeit wurde sie zunehmend weniger
konkurrenzfähig und unrentabler, so dass die Stilllegung (1962 Pv, 1963 Gv) und der Streckenabbau (1963)
unabwendbar waren. Hinzu kam die ungünstige Lage im Zonenrandgebiet, der verlorene Anschluss an die anderen
schmalspurigen Eisenbahnstrecken im Harz und das Urlaubsverhalten der Bevölkerung. Heute erinnert leider nur
noch der Südharz-Eisenbahn-Radwanderweg an diese schmalspurige Gebirgsbahn im Westharz.

Das Buch geht in einzelnen Kapiteln sehr detailliert auf den Bau der Bahn, den Streckenverlauf, die Bahnhöfe (
natürlich mit Gleisplanskizzen), den Betrieb und die Fahrzeuge der Bahn ein. Auch die Beziehungen zwischen
Bahn und lokaler Wirtschaft werden ausführlich dargestellt. Zu guter Letzt gibt es auch noch eine interessante
Zusammenstellung mit den Presseberichten über die SHE aus den lokalen Zeitungen.

Ein sehr gelungenes und lesenswertes Buch, dem unbedingt eine zweite Auflage auf besserem Papier und mit neu
bearbeiteten Bildern zu wünschen ist.
Rezension aus „Lokrundschau“:
Hinweis zur 2. Auflage:
Die Druck- und Papierqualität wurde durch Wechsel der Druckerei und des Druckverfahrens erheblich gesteigert, was auch in
vielen Rezensionen lobende Erwähnung findet. Dank an Fa. Quensen, Hildesheim (dort druckt man sogar Düfte…).
Zahlreiche Fotos wurden überarbeitet, moderne Canon-Scanner (bei Dias mit Infrarot-Scan) kamen bei der Digitalisierung des
umfangreichen, neuen Bildmaterials zum Einsatz.